Geldspielautomaten

Wer schon einmal in einem echten Casino war, der wurde beim ersten Hingucken wahrscheinlich sprichwörtlich erschlagen von der Masse an Geldspielautomaten, die sich einem von jeder Ecke aus ins Blickfeld drängen. Geldspielautomaten sind nicht zu übersehen und die Zugpferde eines jeden Casinos. Von überall her dringt einem die klirrende, klackernde und sirenenartige Geräuschkulisse ans Ohr. Eine Kulisse, die Abenteuer, Aufregung und schnelles Geld verheißt. Wer Geldspielautomaten nicht von früher aus der Kneipe um die Ecke kennt, der ist zumindest im Fernsehen, in der Zeitung oder im Internet einmal über sie gestolpert. Kein Reisebericht über Amerika, in dem nicht die Glücksspielmetropole der Neuzeit beworben wird – Las Vegas. Neben Bildern der großartigen Casino Architektur sind es vor allem Bilder von Geldspielautomaten, die den Traum vom schnellen Geld beflügeln.

Doch woher kommt dieser Höhenflug der Geldspielautomaten? Erst Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt, blicken sie im Gegensatz zu anderen Arten des Glücksspiels auf eine eher jüngere Geschichte zurück. Anfänglich hauptsächlich als einarmige Banditen bezeichnet, die per Seitenhebel in Gang gesetzt werden mussten, werden Sie heute oft als Slotmaschine (aus dem Amerikanischen) oder Geldspielautomat betitelt. Dem deutschen Gesetz nach müssen Spielautomaten, die im Gegensatz zu z.B. Flippern mit der Möglichkeit eines Geldgewinns ausgestattet sind, offiziell Geldspielautomaten genannt werden, da sie der Gewerbeordnung und besonderen gesetzlichen Vorschriften unterliegen. Nutznießer der Geldspielautomaten sind fast immer Betreiber und Staat, an den eine nicht unerhebliche Steuersumme auf den Gewinn abgeführt werden muss.
Und doch geht von Geldspielautomaten eine ungebrochene Faszination aus. Das mag daran liegen, dass ihre Bedienung leicht zu erlernen ist, dass der Spieler sich mit den Figuren und Welten der Geldspielautomaten identifiziert und vor allem an den hohen Jackpots, die für jedermann mit selbst geringem Einsatz erreichbar scheinen. Da für Geldspielautomaten kein zusätzliches Personal benötigt wird, wie z.B. ein Croupier beim Roulette, das für die betriebsgerechte Benutzung der Automaten verantwortlich ist, macht sie für Casinos und Spielhallen besonders profitabel.

Geldspielautomaten werden unterschieden in klassische Automaten mit mechanischen Bestandteilen und digitale Spielautomaten mit Bildschirmen, die im Zuge des technischen Fortschritts Einzug in die Casinos gehalten haben. Zudem gibt es heutzutage virtuelle Geldspielautomaten, auf die man bequem von zu Hause aus über Online Casinos zugreifen kann.
Um die Funktionsweise von Geldspielautomaten besser verstehen zu können, sollte man mit den Grundbegriffen dieser Maschinen vertraut sein. Alle Geldspielautomaten sind mit Scheiben oder Walzen, den sog. Reels, ausgestattet, auf denen sich verschiedene Symbole und Zahlen befinden, und die nach Starten des Spiels anfangen zu rotieren. Nachdem die Walzen zum Stillstand gekommen sind, werden die sichtbaren Symbole bzw. Symbolkombinationen gewertet und eventuelle Gewinne dem Konto des Spielers gutgeschrieben. Jeder Geldspielautomat besitzt zudem eine unterschiedliche Anzahl an Gewinnlinien. Die klassischen einarmigen Banditen bestehen lediglich aus drei Walzen und einer Gewinnlinie, während die modernen Geldspielautomaten meistens 5 Walzen besitzen und ein Vielfaches an Gewinnlinien. Diese Linien verlaufen gerade oder in Zickzack-Form von links nach rechts und legen die Position fest, in der Symbole stehen müssen um dem Spieler Gewinn zu bringen. Eine nebenstehende Übersichtstabelle klärt über die gewinnbringenden Symbolkombinationen auf. Geldspielautomaten mit einer hohen Anzahl an Gewinnlinien werfen häufiger Gewinne ab, jedoch ist zu bedenken, dass die Höhe des Geldeinsatzes proportional mit der Anzahl der ausgewählten Gewinnlinien steigt, und damit gleichzeitig auch die Verlustrate.
Bei den Symbolen wird unterschieden zwischen Standard- und Spezialsymbolen. Standardsymbole sind im Design dem Thema des Geldspielautomaten angepasst. Wer sich einen Geldspielautomaten mit dem Thema Unterwasserwelt aussucht, wird Symbole wie Seesterne, Fische, Schatztruhen oder Krebse vorfinden. Die Motive haben keine andere Bedeutung, außer in der richtigen Kombination in einer aktiven Gewinnlinie einen Geldgewinn zu generieren. „Wild Symbole“ sind die Joker unter den Symbolen. Diese können jedes Standardsymbol ersetzen und dabei helfen, Gewinnkombinationen zu generieren und höhere Gewinne zu erzielen. Je nach Geldspielautomat haben „Wild Symbole“ noch weitere Zusatzfunktionen. Manche sind beweglich und transformieren anliegende Standardsymbole zu weiteren Jokern, andere eröffnen dem Spieler attraktive Bonusrunden.

Natürlich haben Geldspielautomaten auch sog. „Bonus Symbole“, von denen eine bestimmte Anzahl innerhalb der Gewinnlinie auftreten muss, um den Spieler in eine Bonusrunde zu befördern.
Ähnlich wie „Bonus Symbole“ funktionieren „Scatter Symbole“. Wer eines davon auf dem Bildschirm seines Geldspielautomaten findet, kann sich entweder über eine Extrazahlung oder eine oder mehrere Bonusrunden freuen. „Scatter Symbole“ bringen dem Spieler immer einen Vorteil, selbst wenn nicht alle Gewinnlinien auf dem Geldspielautomaten aktiviert wurden.

Neben dem Freizeitvergnügen sind die riesigen Jackpots der Hauptgrund, warum so viele Menschen ihr Glück an einem Geldspielautomaten versuchen. Von einem statischen Jackpot spricht man, wenn die Gewinnsumme des Automaten festgelegt ist und sich innerhalb einer bestimmten Bandbreite bewegt. Geldspielautomaten mit variablen Jackpots werden mit „Progressiver Jackpot“ betitelt. Die Summe des zu gewinnenden Jackpots wächst im Laufe des Spiels kontinuierlich an und kann von jedem Spieler gewonnen werden. Progressive Jackpots sind in der Regel um einiges höher als statische Jackpots, die Gewinnwahrscheinlichkeit an einem solchen Geldspielautomaten aber niedriger. Doch es gilt zu bedenken: auch wenn der Gewinn ewig lockt, für die meisten bleiben Geldspielautomaten nichts weiter als ein teurer Freizeitspaß.

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